PC-Spezialist erfindet sich neu
Bei den rund 70 Franchise-Nehmern von PC-Spezialist muss die Nachricht wie eine Bombe eingeschlagen haben: Mit Gültigkeit zum 1. Oktober 2008 wird für alle Unternehmen unter der Dachmarke PC-Spezialist ein grundlegend neues Preismodell gelten: Statt 2.400 Euro beziehungsweise 3.600 Euro - der Preis richtet sich nach Größe des Ladengeschäfts - kostet die Mitgliedschaft künftig nur noch einheitlich 500 Euro im Monat.
Zwar wird im es neuen "Mitgliedschafts-Paket" ein paar wenige Leistungen nicht mehr geben, doch da PC-Spezialist die Preise für die ausgelagerten Services sehr günstig gehalten hat, winkt den Mitgliedern in jedem Falle ein deutlicher finanzieller Vorteil im Vergleich zum Status quo. Und was diese Initiative besonders bemerkenswert macht: Sie gilt für alle PC-Spezi-Partner, ob alteingesessen im Verbund oder Neueinsteiger.
Kehrtwende beim Franchising
"Wir haben eine Kehrtwende mit unserem Franchising-Konzept vollzogen", so Synaxon-Vorstand Frank Roebers im Gespräch mit ChannelPartner. Er begründet diesen Schritt mit dem Wandel des IT-Privatkundenmarkts: "Im IT-Handel ist mittlerweile Individualität gefragt. Fachhändler müssen ihre Stärken hervorheben können. Dem wollen wir mit unserem neuen Konzept entsprechen. Zudem wollen wir damit eine ganze Reihe von bestehenden Fachhandelsunternehmen der Branche zum Einstieg bei uns bewegen."
So wolle PC-Spezialist die vor rund zwei Jahren eingeschlagene Strategie, auch gestandene Fachhandelsunternehmen in den Verbund aufzunehmen, nun weiter ausbauen: Bis Jahresende will der Manager - dank des neuen Modells und aktiver Ansprache - zehn neue Partner in den Verbund integrieren, für das nächste gesamte Jahr hält er bis zu 40 neue Mitgliedsunternehmen für realistisch - "wobei das Gros aus der Branche kommen wird. Denn was dazukommt: Im Gegensatz zu den Neustartern können wir renommierten Händlern eine verkürzte Mindestmitgliedschaft von drei Jahren bieten", so Roebers.
Es scheint sich genau das zu ändern, was dem Franchise-Nehmer seit Jahren immer wieder vorgeworfen wird: PC-Spezialist enge seine Mitglieder aufgrund seines zu straffen Konzepts und der zu hohen Gebühren ein, so der Vorwurf aus der Branche. Die Kritik eskalierte 2006, als zahlreiche Mitglieder erst vor Gericht ihren Ausstieg erzwangen und zum Erzrivalen Electronic Partner wechselten.
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