Asus EEE PC 900 mit Windows-OS
Ab Mitte Juni schickt Asus den "Eee PC 900" ins Rennen: Das zweite Modell des erfolgreichen Mini-Notebooks arbeitet mit Windows XP. Das ist nicht der einzige Unterschied zum Linux-Vorgänger "Eee PC 701".
Von Thomas Rau, PC-Welt
Testbericht
Für den Eee PC mit Windows verlangt Asus 399 Euro - 100 Euro mehr als für die Linux-Version. Beim Eee PC 900 sind die Lautsprecher vom Display auf die Unterseite des Gehäuses gewandert. Deshalb hat das Gerät mehr Bildschirmfläche: Das Display ist 8,9 Zoll groß und zeigt eine Auflösung von 1.024 x 600 Pixel. Die eignet sich zum Surfen deutlich besser als die mickrigen 800 x 480 der Linux-Variante, die zum häufigen Scrollen zwang. Dennoch meckern einige Webseiten auch beim Eee PC 900 wegen der geringen Auflösung. Windows kommt aber gut mit 1.024 x 600 Bildpunkten zurecht: Abgeschnittene Dialog-Boxen und ähnliche Handhabungshindernisse begegneten der PC-Welt im Test nicht. Allerdings erscheinen Icons und Schriften sehr klein auf dem Display.
Mehr Hardware für Windows: Etwas mehr Festplattenplatz hat der Windows-Eee-PC auch bekommen: Neben der 4-GB-Flashplatte mit dem Betriebssystem - einem vollwertigen Windows XP Home mit Service Pack 2 - steckt eine weitere 8 GB große Platte im Mini-Notebook: Darauf belegt die von Asus vorinstallierte Software - unter anderem Microsoft Works 9, Sun Star Office, Skype und die Windows-Live-Dienste - rund 1,2 GB. Die Betriebssystem-Platte ist übrigens deutlich schneller als die Disk mit den Programmen. Insgesamt sind bemiTestgerät rund 8 GB frei: Wer Videos und Fotos auf dem Eee PC speichern will, sollte also nach wie vor die Investition für eine externe Lösung wie USB-Festplatte oder SD-Karte einplanen.
Akkulaufzeit: Der Eee PC 900 wiegt genau ein Kilogramm - rund 80 Gramm mehr als der Linux-Vorgänger: Trotzdem hat der Akku der Windows-Variante ein geringeres Fassungsvermögen (32 Wh gegenüber 38 Wh). Im Test wirkt sich das nicht negativ aus: Ohne Last ist beim Eee PC 900 zwar 15 Minuten schneller Schluss. Beim Abspielen eines DivX-Videos hält er allerdings eine halbe Stunde länger durch als das Linux-Modell. Der Grund: Die CPU-Last liegt mit rund 20 Prozent unter Windows deutlich niedriger als bei der Video-Wiedergabe unter Linux.
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