24.02.2005 | 00:00 Uhr

Gegen Viren, Würmer und Spyware

Von Dr. Ronald Wiltscheck


Viren- und Würmerattacken im Netz reißen nicht ab, immer ausgefeiltere Formen von Spionage-Software (Spyware) findet sich auf den Clients, kein Wunder also, dass auch die Zahl der Anbieter von Security-Lösungen ständig zunimmt. Auf der CeBIT findet man die meisten von ihnen in der IT-Security-Halle 7.

Einen der größeren Stände nimmt dort der Marktführer Symantec ein (Halle 7, Stand A06). Dessen neu herausgebrachten Softwarepakete "Client Security 3.0" und "Symantec Antivirus Corporate Edition 10.0" versprechen wirksamen Schutz vor Spyware. Sie sollen herumschnüffelnde Software erkennen und gleich beseitigen. Außerdem liefert Symantec ein Werkzeug an, das durch Spyware entstandene Schäden repariert. Auch Symantecs "Network Security 7100"-Appliances wurden mit den Anti-Spyware-Funktionen ausgestattet.

Ferner stellt Symantec in Hannover das neue Intrusion Detection System (IDS) vor: Network Security 4.0 soll Protokoll-Anomalien, Schwachstellen im Netzwerk und DoS-Attacken sofort erkennen. Die Software wird über Live Update automatisch aktualisiert und kostet 8.290,50 Euro.

Gleich daneben präsentiert RSA seine Authentifizierungs- und Identifizierungslösungen. Zum ersten Mal auf der RSA Conference Mitte Februar 2005 in San Francisco vorgestellt, gibt es die "RSA SecurID Appliance", neue USB-Tokens und den RSA-Authentifizierungsdienst auch in Deutschland zu besichtigen.

Kobil präsentiert in Hannover (Halle 7, Stand C20) als Messeneuheiten mehrere mobile Endgeräte, so zum Beispiel den USB-basierten Kartenleser "Kaan Sim III". Das "Sec Ovid Token II" erscheint im neuen Design und erweitertem Funktionsumfang. Neu ist auch der "Sec Ovid Reader "für EMV-CAP-Chipkarten sowie ein USB-Token mit Display und Smartcard in einem Gerät. Ferner stellt Kobil erweiterte Produktversionen des Einmal-Passwort-System Sec Ovid 3.5 und der Security-Lösung "Kobil mIDentity 1.5" vor, die Smartcard-Leser, Flashspeicher samt dem Verschlüsselungsalgorithmus vereinigen.

Der Viren- und Spam-Bekämpfer Sophos stellt auf der CeBIT (Halle 7, Stand C14) erstmals seine neuen Enterprise-Solutions vor. Die Lösungen wenden sich an mittelständische und größere Unternehmen mit mehr als 100 Arbeitsplätzen. Sie wurden speziell für den Einsatz in Netzwerken entwickelt und beinhalten die Antiviren- und Spamblock-Software von Sophos. Enterprise-Solutions sind sowohl auf den Desktops als auch auf dem Gateway einsetzbar. Damit lässt sich nicht nur der E-Mail-Verkehr kontrollieren, sondern auch die Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien für allen Endgeräte.

Vom spanischen Antiviren-Anbieter Panda Software gibt es zwei neue Lösungen auf der CeBIT (Halle 7, Stand B06) zu besichtigen: "Panda Antivirus Titanium 2005 "schützt vor Viren, Würmern und Trojanern, beinhaltet eine Firewall und wartet laut Hersteller mit Spyware-Erkennung sowie Anti-Dialer-Funktionen auf. Die Software (Windows-98 aufwärts) kostet 40 Euro.

Internet Security 2005 ist Pandas Sicherheitspaket für alle Heimanwender und serverlose Netzwerke. Die Antivirus-Engine schützt vor bekannten Bedrohungen, und die integrierte Firewall überwacht den Datenverkehr. Hinzu kommt ein Spyware-Blocker, ein Antispam-Modul, ein Web-Content-Filter sowie Dialer-Verhinderer. Panda Internet Security 2005 schützt Windows-Einzelarbeitsplätze (98 aufwärts) und kostet 80 Euro. Ein Jahr kostenfreier Support ist in beiden Preisen inbegriffen.

Sicherheit als Appliance oder Software

Varysys, Hersteller von Intrusion-Detection-und Prevention-Systemen, stellt in Hannover (Halle 7, Stand A46) sein Packet Alarm "Unified Threat Management" (UTM) vor. Dieses System soll vor allen relevanten Bedrohungen schützen, indem es Funktionen wie Firewall, Intrusion Prevention, Application Level Gateway, Schwachstellen-Scanner, VPN-Gateway, Virenscanner und Spam-Filter in einer Appliance vereinigt.

Viren, Würmer, Trojanische Pferde, Spam, DoS-Angriffe, Backdoors und weitere Hackerangriffe sollen so abgeblockt werden. In echtzeit werden sämtliche Daten überprüft und gefährliche beziehungsweise unerwünschte Datenpakete gestoppt. Das System ist zentral konfigurier- und wartbar. Packet Alarm UTM ist als Appliance oder reine Software erhältlich und eignet sich für alle Unternehmen mit über 50 PC-Usern. Die Preise beginnen bei 1.960 Euro.

Die Astaro AG (Halle 7, Stand B51) stellt ihre Security-Gateway-Appliance-Modellpalette in den Mittelpunkt ihres Messeauftritts. Das Linux-basierte System richtet sich an kleinere Firmen sowie Abteilungen größerer Unternehmen und an Behörden. Es vereint Firewall, VPN-Gateway, Intrusion Protection, Virenabwehr, Spamschutz und URL-Filter. Laut Hersteller kennt das System über 2.000 Intrusion-Varianten. 100.000 Viren und Tausende von Spam-Abarten. Die Astaro Security Gateway 110 wird für maximal zehn User empfohlen und kostet 695 Euro.

Der Spezialist in Sachen Sicherheit für Endgeräte, Sygate, zeigt ebenfalls seine Produkte in Hannover (Halle 7, Stand D03). Interessenten können dort "Sygate Secure Enterprise" (SSE) begutachten, eine Lösung zur automatischen Umsetzung von Sicherheitsrichtlinien in Unternehmen. "Sygate On-Demand" sichert mithilfe eines Java-basierten Agenten nicht zum Unternehmen gehörende Rechner ab. "Sygate Magellan" prüft nach, ob nicht etwa unzulässige Endgeräte ans Netzwerk angeschlossen wurden.

Mobile Viren im Anmarsch

Gleich mit sechs Vertriebspartnern ist Kaspersky Lab auf der CeBIT vertreten (Halle 7, Stand B 04). Dort gibt es Security-Produkte für Privatanwender und Unternehmen zu besichtigen. Im Fokus des diesjährigen Messeauftritts stehen mobile Viren. So gibt es etwa auf dem Kaspersky-Stand eine "Zapfsäule", an der Besucher ihre Pocket PCs mit Sicherheit auftanken können.

Viren, Spam und Hackerattacken in Unternehmensnetzwerken wehrt der russische Spezialist mit seiner Content-Security-Lösung "Guard@Net 5.0" ab, die auf Suse Linux basiert sowie VPN-Verschlüsselung, Antispam- und Firewall-Komponenten beinhaltet. Schutz für Microsofts ISA-Server garantiert Kaspersky mit "Anti-Virus 5.5". Mit SMTP-Gateway für Linux/Unix-Server gibt es ein Werkzeug gegen per E-Mail verbreitete Viren, Würmer und Spam. Microsoft Exchange Server sichern die Russen mit Anti-Virus 6.0 ab.

Anti-Virus für Symbian OS ist das erste Kaspersky-Produkt, das Mobiltelefone vor Virenbefall schützt.


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