Kostenvorteile
15.07.2008 | 09:15 Uhr

Unternehmen profitieren von Online-Bestellungen


Das Internet als Verkaufsplattform avanciert für den Großteil der deutschen Wirtschaft immer mehr zum entscheidenden Erfolgskriterium. Zu diesem Schluss gelangt eine aktuelle Analyse des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM).


Die Zahlen verdeutlichen den Wachstumstrend, da der Anteil der Unternehmen mit Online-Bestellungen innerhalb eines Jahres um rund 33 Prozent anwächst. So gehen bei rund jedem vierten Unternehmen Bestellungen über das Internet ein.

Laut BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer ist es der deutschen Wirtschaft über das Angebot von Online-Bestellungen möglich, neue Märkte zu erschließen und unnötige Kosten in den Betrieben teils erheblich senken zu können. "Der Kostenvorteil liegt für viele Unternehmen auf der Hand. Zudem lässt sich die interne Produktionsplanung durch Online-Bestellungen besser abwickeln, wobei Fehler bei der Eingabe der Daten per Hand vermieden werden", unterstreicht BITKOM-Sprecher Christian Hallerberg.

Laut dem BITKOM-Experten liegt ein weiterer Vorteil dieser Bestellungen zumeist darin, dass Aufträge, die über Internetplattformen getätigt werden, dann automatisch in die firmeneigene Datenverarbeitung eingespeist und somit schnell weiterbearbeitet werden können. Somit entfallen vor allem kostenintensive Arbeitsschritte wie die Auftragserfassung per Hand.

Die Online-Bestellung ist ein gutes Beispiel dafür, dass durch Informations- und Kommunikationstechnik die gesamte Wirtschaft branchenübergreifend profitieren kann. "In der Automobilbranche etwa, wo eine Just-in-time-Produktion dominiert, zahlt sich dies bereits aus", ergänzt Hallerberg im Gespräch mit pressetext. Im Vergleich der 27-EU-Mitgliedsstaaten erreicht die Bundesrepublik beim Anteil der Firmen mit Bestellungen über das Internet den sechsten Platz. Spitzenreiter in diesem Länderranking ist Dänemark, wo 2007 jeder dritte Betrieb Online-Aufträge entgegen genommen hat. Dahinter folgen Großbritannien (29 Prozent), Irland und Schweden mit je 27 Prozent sowie die Niederlande (26 Prozent).

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