Microsoft will "Certified"-Partnerstatus abschaffen
Wie auf Microsofts Weltpartnerkonferenz in Houston deutlich wurde, plant Microsoft die Partnerstufen "Certified" und "Gold Certified" abzuschaffen und durch ein neues System zu ersetzen. Das erklärte Wolfgang Brehm, Direktor Partner Program & Sales Group von Microsoft Deutschland, am Rande der Veranstaltung in Texas.
Demnach plant das deutsche Management im Einklang mit der weltweiten Führung, bei der Auszeichnung der eigenen Partnerwelt künftig auf Aspekte wie Know-How in speziellen Produktbereichen und Kundenzufriedenheit zu achten.
"Wie die neuen Status heißen werden, haben wir noch nicht festgelegt. Wir denken über eine Nomenklatur wie Good-Better-Best nach", so der Manager. Microsoft habe herausgefunden, dass sich Endkunden auf der Suche nach einem MS-Fachhändler immer schwerer tun würden, den richtigen und vor allem "wahren" Spezialisten für einen bestimmten Lösungsbereich zu finden. Die Ursache liege vor allem im wachsenden Portfolio.
"Certified sagt nicht aus worin Certified besteht. Wir müssen in den kommenden Jahren mehr Übersicht schaffen, was unsere Partnerklassifizierung angeht. Bei der neuen Bewertung werden wir unsere Partner für ihren Erfolg und ihr Know How in den jeweiligen Spezialisierungen auszeichnen. Dabei werden wir nicht nur Umsatz und Zertifizierungen der Partner berücksichtigen, auch Aspekte wie Vollständigkeit des Portfolios und vor allem Kundenzufriedenheit, die wir durch Umfragen messen werden, sollen mit einfließen," so der Manager zu ChannelPartner. Einen Zeitplan nannte er nicht, nur dass der Schritt definitiv erfolgen und die Umsetzung "voraussichtlich Jahre" dauern werde.
Microsofts Partnerchefin Allison Watson ging in ihrer Keynote nur bedingt auf diese Thematik ein. Nach ihrer Aussage erwarte Microsofts Partnerprogramm bis 2010 gravierende Änderungen. Details nannte sie nicht.
Watson kündigte aber die Einführung neuer Vertriebswerkzeuge für die Partnerwelt an. Dabei handle es sich vor allem um Plattformen, welche die Partner beim Einstieg in Microsofts "Software+Service"-Welt (S+S) unterstützen sollen. Ein Beispiel ist der "S+S Partner Evolution Interactive Guide". Dabei handelt es sich um ein Portal, das Partnern aufzeigen soll, wie sich ihr Geschäft in Microsofts S+S-Strategie einzuordnen und entsprechend erweitern lässt.
Dann endlich erschien Steve Ballmer. Nach den üblichen Partnerdanksagungen warb er kräftig für die S+S+Strategie seines Unternehmens. Es sei einzig richtig, den Geschäftskunden die Wahl zu lassen, wie sie die Komponenten Software, Internet und Hardware kombinierten und dass sie diese überhaupt kombinieren könnten.
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