08.11.2007 | 16:51 Uhr

Der CP-Querschläger: Die teure Nachfrage nach Angeboten

Wer weiß eigentlich, wie teuer ein Angebot für ein Individualsystem ist, wie zeitaufwändig die Recherche nach Preisen, Bauteilen und deren Verfügbarkeit? Glücklich kann sich schätzen, wer solch ein Angebot für seine bestehende Klientel machen kann. Die Erfahrung zeigt, dass der Kunde zufrieden war und der Händler beim Preisvergleich mit den Mitbewerbern bereits eine Art Bonus hat. Wer da nicht zu unverschämt wird, hat den Auftrag relativ sicher.


Wenn allerdings ein Neukunde aus dem Nichts auftaucht, ist das Ganze schon etwas komplexer. Stellt sich im Verkaufsgespräch nicht heraus, dass er auf Empfehlung kommt, kann es durchaus sein, dass hier ein Alibiangebot gebraucht wird um einen anderen zu unterbieten.

Was also tun? Der Versuch, möglichst billig anzubieten, kann zum Bumerang werden, fair kalkuliert wäre ein Coinflip, wie es heutzutage in Pseudomanagerkreisen heißt, und qualitativ hochwertig offeriert, ist zwar die sicherste Methode um nicht draufzuzahlen, aber extrem erklärungsbedürftig und bei Behörden sinnlos. Wenn es um eine öffentliche Ausschreibung geht, also größere Aufträge als eine handvoll PC, hat unsereins ohnehin kein Mitspracherecht.

Und dann gibt es immer noch die sagenumwobenen Pseudokunden, die ein detailliertes Angebot als Einkaufszettel im Internet nutzen. Wie lässt sich also sicherstellen, dass die unsägliche Arbeit nicht umsonst, der Ausdruck eigentlich schon für den Papierkorb war? Gar nicht! Jetzt weiß ich auch, warum bunte Märkte keine Angebote schreiben. Sie sind einfach zu schlau dafür!

Mein Fazit: Andere Berufsstände wie Ingenieure, Steuerberater, Ärzte oder Anwälte lassen sich ihr Fachwissen dank staatlichem Schutz teuer bezahlen. Wir dagegen werfen es vor die Säue!

Bis demnächst, Euer Querschläger!
(Der ChannelPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.)


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