26.09.2007 | 16:46 Uhr

Der CP-Querschläger: das tägliche Passwortquiz

Kennwörter nerven schon so sehr wie Spam. Allein die Zugangshürden für Lieferanten und Hersteller, die aus Sicherheitsgründen alle unterschiedlich sein müssen, stellen das Durchschnittsgedächtnis auf eine harte Probe. Dazu kommen noch zig andere Kürzel für Handy, PDA, WLAN oder Bluetooth. Plus der private Kartensalat, den ein neuzeitlicher gläserner Musterbürger so eben hat.


Was hilft mir die Passwortsoftware auf dem PC, wenn ich unterwegs die Pinnummer meines Telefons mit der Bankkarte verwechselt habe und kein Geld mehr am Bankautomaten abholen kann? Früher, als man noch Menschen mit solchen Service-Dingen beschäftigte, ging man in seine Bank, sagte Hallo und bekam die Kohle bar auf die Kralle.

Jetzt, wo alles easy und dummgeil desorganisiert ist, ruft man am besten die 11880 an, lässt sich mit der 0180-Nummer des Callcenters der Bank verbinden, deren Terminal gerade keinen Zugriff auf das Konto hat, um die Sperrung nach den drei Fehlversuchen wieder aufheben zu können. Oder man fährt wieder ins Büro, sucht den Zettel mit dem Pin, bis einem einfällt, dass er ja zur Sicherheit geshreddert wurde und die Kopie im Nachttischschrank liegt, damit ein Einbrecher ihn gleich findet und nicht erst die ganze Wohnung demoliert.

Doch auch wer sich auf die seit der Schulzeit erprobten Spickzettel verlässt, hat Probleme. Inzwischen gibt es so viele Zettel, dass auch deren Suche ausartet. Ob da ein Programm Abhilfe schaffen kann? Ein biometrisches wohl kaum, wenn man im Verbrechensfall Finger und Augen behalten möchte. Vor allem ist ein wirklich armer Hund, wer das Kennwort für so eine Software vergessen hat.

Mein Fazit: Je unpersönlicher der Handel wird, umso mehr Passwörter sind notwendig! Andererseits: Ist Sicherheit in Anbetracht der aktuellen Diskussion nicht nur eine Illusion?

Bis demnächst, Euer Querschläger!
(Der ChannelPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.)


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