13.06.2007 | 16:28 Uhr

Der ChannelPartner-Querschläger: Wer verdient eigentlich am Spielemarkt?

Wo gibt es wohl die geringsten Margen in der gesamten IT? Bei Hardware? Bei Standardsoftware? Nein – bei der Unterhaltungssoftware gibt es Margen, die eigentlich gar keine mehr sind. Da gibt es Distributoren, die nebenher einen Onlineshop betreiben, oder umgekehrt, da wäre eine Vermittlungsprovision von einem Prozent rentabler.


Bei jeder Playstation 3, beispielsweise, müsste ich aus eigener Tasche zwischen 10 und 30 Euro drauflegen, um die gleichen Preise wie die von Sony und Konsorten privilegierten Vertriebskanäle zu erhalten. Ob ich die PS3 dabei überhaupt geliefert bekäme, ist eine ganz andere Frage.

Eine tolle Einkaufsquelle für Spiele ist Amazon, das leider noch immer keinen HEK für uns Fachhändler anbietet. Nicht nur, dass vieles dort verfügbar ist, was woanders stückweise mit zusätzlichen Portokosten nachgeliefert werden muss, sie sind zumeist auch noch billiger. Gerade bei Neuerscheinungen und den Rennern werden gerne Fachhändler vertröstet, während die bunten Märkte das Zeug auf Halde liegen haben und mit Kampfpreisen den kleinen Laden lächerlich machen.

Einzig Microsoft – sorry, aber das stimmt –, das schon immer über die "normale" Distribution PC-Spiele verkauft haben, wartet mit einer Marge von rund zehn Prozent auf. Ein großes Geschäft ist das zwar noch immer nicht, wenn nicht ein gehöriger Umsatz damit gemacht wird, aber zumindest ist es kein Verlust. Wohin geht also die Kohle, die angeblich hier verdient werden kann?

Mein Fazit: Nicht nur der Händler muss wollen, sondern vor allem die Spieleindustrie. Welcher Händler schlägt heutzutage eine Verdienstmöglichkeit aus?

Bis demnächst, Euer Querschläger!
Der ChannelPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.


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