12.01.2007 | 10:26 Uhr

Apple zuversichtlich im Markenstreit mit Cisco

Nach Apples Präsentation seines Handys hat es keine zwei Tage gedauert, bis Cisco eine Klage gegen Apple um den Markennamen "iPhone" angekündigt hat. Apple zeigt sich jedoch optimistisch, einen Prozess gegen den Netzwerkausrüster zu gewinnen, der im Dezember das VoIP-Telefon Linksys iPhone herausgebracht hat. "Wir meinen, dass die Cisco-Klage dumm ist," erklärt Apples Sprecherin Natalie Kerris. Es gebe jede Menge Firmen, die VoIP-Produkte unter dem Namen iPhone vermarkten, Ciscos US-Markenrechte für das iPhone seien "dünn". Verhandlungen zwischen Apple und Cisco über die Nutzung des Begriffs "iPhone" dauerten noch bis unmittelbar vor der Jobs-Keynote zur Macworld Expo an. Kerris sieht Apple im Vorteil: "Wir sind die ersten, die ein Mobiltelefon unter dem Namen iPhone vorgestellt haben. Wenn die Sache vor Gericht geht, sind wir zuversichtlich, zu gewinnen."


Mit einer einvernehmlichen Lösung rechnen Finanzanalysten. Für Inder Singh von Prudential Securities ist eine Lizenzierung des Markennamens "die wahrscheinlichste Lösung." Gene Munster von Piper Jaffray sieht keine Eile für Apple. Bis Mai könne der Mac-Hersteller das Problem lösen und dann die Marketingmaschine für das iPhone starten. Ein neuer Name sei für das Handy nicht notwendig.

Laut einem Markenexperten könnte der Name iPhone Apple jedoch teuer zu stehen kommen. Mich Bergesen von der Branding-Firma Landor rechnet mit einer Lizenzgebühr von zwei bis fünf Prozent auf den iPhone-Umsatz, wie er der Website Red Herring erklärte. Bei Einnahmen von 6,5 Milliarden US-Dollar, die Apple im Jahr 2008 anstrebt, könnte Cisco zwischen 130 und 325 Millionen US-Dollar an Lizenzen verlangen. In fünf Jahren käme eine Milliarde US-Dollar zusammen. (macwelt.de/sic)


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