06.12.2006 | 12:54 Uhr

Cisco zeigt neues VPN-Protokoll und Multimedia-Lösungen

Netzwerker Cisco nutzte die ITU Telecom World 2006 in Hongkong, um Carrier- und Service Provider-Lösungen auf der Basis der IP Next Generation Network-Architektur (IP NGN) zu zeigen. Unabhängig davon präsentierte Cisco auch ein "tunnelloses" VPN.



Um solch ein "tunnelloses" VPN (virtual private network) zu ermöglichen, hat Cisco die Verpackungstechnik "Group Encrypted Transport" (GET) entwickelt. Ihr Vorteil: Das übliche Punk-zu-Punkt-Tunneling entfällt; stattdessen werden VPN-Gruppen über die Software "Key Server" eingerichtet und entsprechend privilegiert und sicher geroutet. Um das zu erreichen, verpackt Cisco IP-Pakete neu: Die für die VPN-Verbindung notwendigen Daten inklusive Verschlüsselung werden vor den ESP-Header (Encapsulating Security Payload) gestellt. Dass dieses Verfahren in Cisco-Umgebungen einen Fortschritt gegenüber IPSec-Tunnels darstellt, ist offensichtlich. Es ermöglicht effektiveres Multicasting und die Beibehaltung von Quality of Service (QoS).


Dem amerikanischen Marktforscher Yankee Group Research zufolge vereinigt Cisco derzeit rund 90 Prozent Marktanteil bei sogenannten "Branch"-Routern (Niederlassungen und Zweigstellen) auf sich. Entsprechend erklärte Cisco, dass es versuchen werde, das Protokoll zum Standard zu machen. Vorerst werde es GET als Bestandteil des hauseigenen Bertriebssystems IOS Version 12.4 geben. Zusätzlich sollen die "Integrated Services Router" damit bestückt werden.

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