Newplacement
01.09.2008 | 09:58 Uhr

Wenn der Noch-Arbeitgeber zum Karriereberater wird

Viele Industriezulieferer erzielen den größten Teil ihres Umsatzes mit wenigen Schlüsselkunden. Kündigt ein Großkunde die Zusammenarbeit, bricht somit ein großer Teil des Auftragvolumens und Umsatzes weg. Zudem wird ein beachtlicher Teil der Mitarbeiter nicht mehr benötigt. Diese Situation ergab sich Anfang 2007 auch bei einem baden-württembergischen Industrie-Zulieferer. Deshalb stellte die Geschäftsführung des fast 500 Mitarbeiter zählenden Familienunternehmens zunächst alle Sachausgaben auf den Prüfstand. Was entbehrlich war, wurde gestrichen. Doch dies allein genügte nicht. Deshalb entschied die Unternehmensleitung: Wir müssen zirka zehn Prozent unserer Mitarbeiter entlassen.


Leicht fiel der Geschäftsführung diese Entscheidung nicht - auch weil sie befürchtete: Wenn wir erstmals Mitarbeiter in größerem Umfang auf die Straße setzen, zerstört dies unsere von einem starken Wir-Gefühl geprägte Unternehmenskultur. Deshalb entschied sie: Wir suchen einen externen Partner, der uns hilft, den Trennungsprozess zu gestalten und die entlassenen Mitarbeiter dabei unterstützt, für sich eine neue berufliche Perspektive zu finden.

Führungskräfte auf die heikle Aufgabe vorbereitet

Über Empfehlungen stieß die Geschäftsführung auf die Adensam Managementberatung, Ludwigshafen. Zwei Kennenlern-Termine folgten. Dann fiel die Entscheidung: Wir arbeiten mit dem Out- und Newplacement-Spezialisten zusammen. Daraufhin entwarf Frank Adensam, der Inhaber der Managementberatung, ein Konzept, wie sich der Trennungsprozess gestalten könnte. Den Auftakt bildete ein halbtägiger Workshop mit den Führungskräften des Unternehmens. Dort informierte die Geschäftsleitung die Führungskräfte über den geplanten Personalabbau. Danach erläuterte Adensam ihnen, wie der Trennungsprozess verlaufen solle. Außerdem klärte er mit ihnen nochmals ihre Funktion im Unternehmen. Dies war nötig, weil viele Führungskräfte auch private Kontakte zu ihren oft gleichaltrigen Mitarbeitern hatten. Deshalb waren Rollenkonflikte vorprogrammiert.

Danach erarbeitete Adensam mit den Führungskräften ein Drehbuch und eine "To-do-Liste". Sie enthielt auch detaillierte Absprachen darüber, wie die Kündigungsgespräche zu führen seien. Wer führt die Gespräche? Wann, wo und wie werden sie geführt? Hierdurch sollte auch sichergestellt werden, dass alle Führungskräfte weitgehend dieselben Argumente und Sprachregelungen gebrauchen und keine Widersprüche zwischen ihren Aussagen auftauchen.

Gehe zu Seite: zurueckzurück  1  |  2  |  3  |  4  weiterweiter


Mehr zum Thema
  • Über 6,6 Ecken kennt jeder jeden im Netz mehr
  • Krankhafte Zeitverschwendung als Karrierekiller mehr
  • Tretminen im Lebenslauf mehr
  • Karrierechancen für Elektroingenieure ausgezeichnet mehr
Blank
Mehr zu diesen Stichworten: Kündigung, Unternehmensberatung, Mitarbeiter
Mehr aus der Rubrik: Management & Karriere
Themennewsletter News bestellen
Blank
Meinungen schreiben
Benutzername:
Passwort:
 
Aktuell im Channelpartner Forum
Aktuelle Kommentare
  • Bank of America warnt vor Kreditkartenkoll... mehr
  • IngramMicro mehr
  • Hello Goodbye mehr
Händler testen für Händler:
  • Testbericht: Scythe Hard Disk Stabilizer -... mehr
  • Testbericht: Hiper Osiris - Gehäuse mehr
  • Testbericht: Yeong Yang Tech YY-C620 - Min... mehr
Neu im CP Showroom:
  • Xpert-Timer 2007 -- Einfach nur Projektzei... mehr
Darüber lacht der Channel:
  • Darüber lacht der Channel - machen Sie mit... mehr
 
Newsletter