Bei dem Angebot und der Nachfrage solcher Spezialisten sollte laut Ansicht der Autoren auch die unterschiedlich starke und häufig zyklisch einsetzende Bedarfsstruktur mitberücksichtigt werden. Häufig steigt die Personalnachfrage in Boomphasen rasant an, während die Zahl der nachkommenden Absolventenzahlen nur verzögert diese Situation teilweise entspannen kann. Mögliche Anreize, die kurzfristige Engpässe abmildern könnten, sehen die Insider vor allem in der Ausnutzung bestehender Potenziale, die Frauen, ältere Arbeitnehmer und Immigranten sowie Fachfremde stärker in den Fokus rückt. Auch müssten bestehende Arbeitsverhältnisse flexibilisiert und die Löhne entsprechend der Knappheiten angepasst werden, so der Bericht. Vor allem in Deutschland lässt sich ein Engpass bei technischen Fachkräften derzeit nicht bestreiten. So geht der Hightech-Verband BITKOM von 43.000 offenen ITK-Stellen aus, von denen 2007 über 4.000 nicht besetzt werden konnten.


Wesentlich dramatischer gestaltet sich die Situation bei den Ingenieuren. Hierbei berichtet der DIHK, dass einer Umfrage nach über 80 Prozent der deutschen Industrieunternehmen bislang ohne Erfolg Ingenieure suche. Dies hat in Deutschland mittlerweile sogar dazu geführt, dass jedes sechste Unternehmen den eigenen Beschäftigten ein Kopfgeld zahlt, wenn diese neue Mitarbeiter werben (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080709015). Angaben des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) http://www.vdi.de nach stieg die Zahl offener Stellen bei Ingenieuren im Juni bereits auf 96.000 an. "Diese Zahl können wir nicht bestätigen. Fakt ist jedoch, dass derzeit rund 40.000 Ingenieurinnen zum Beispiel aufgrund von Kinderbetreuungen dem Arbeitsmarkt gar nicht zur Verfügung stehen. Zudem ist die Idee des VDI zur Förderung des Technikunterrichts an Schulen zwar gut, dennoch sollte man sich zuerst der Schaffung der Basisqualifikation in Deutschland widmen. Noch immer verlassen hierzulande jährlich neun Prozent der Schüler die Schule ohne Abschluss", sagt Anja Kettner vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit. (pte)

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Indien und China booten Deutsc 17.07.2008
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