29.11.2006 | 07:42 Uhr

Mit mehr Kernen rechnet es sich besser

Die landläufige Meinung, ein Prozessor rechne umso schneller, je höher er getaktet wird, gilt heute nur noch eingeschränkt. Ältere Prozessoren arbeiten alle Rechenschritte nacheinander ab. Je höher die Taktfrequenz, desto schneller werden die einzelnen Rechenoperationen abgearbeitet. Kein Wunder, dass es vor einigen Jahren noch regelrechte MHz-Rennen zwischen den Herstellern veranstaltet wurde. Doch jede Steigerung der Taktfrequenz bringt auch technische Probleme mit sich. Je höher der Takt, desto größer die Stromaufnahme der CPU. Und je höher der Strom, desto mehr Verlustwärme muss abgeführt werden. Mit aufwändig gestalteten Kühlkörpern und schnell drehenden Ventilatoren versuchte man dem Wärmeproblem Herr zu werden.


BTX als Rettung

Intel machte sich sogar für eine Änderung des Motherboarddesigns stark. Mit dem Formfaktor BTX sollten alle Wärmeproduzierenden in einer Reihe auf dem Board angeordnet werden. Ein einziger, aber großer Lüfter kann jetzt einen kühlenden Luftstrom über das Board schicken und die gesamte Abwärme aus dem Gehäuse befördern. So weit die Idee - auch in der Praxis funktionierte dieses Verfahren recht gut. Einzig Motherboard- und Gehäuseproduzenten spielten auf Zeit. Keiner wollte als erster mit dem alten ATX-Standard brechen. Und nun wird BTX nicht mehr benötigt, denn die CPU-Hersteller haben einen anderen Weg gefunden, die Rechenleistung zu steigern und trotzdem die Verlustleistung zu senken.

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