Lieferant für die Allianz-Arena
05.08.2008 | 10:48 Uhr

Feuer bei LCD-Substrat-Hersteller Asahi Glass

Ein Brand im japanischen Hauptwerk von Asahi Glass, nach Corning zweitgrößter LCD-Mutterglashersteller, könnte vorübergehend die Lieferungen an Sharp stören, wird aber sonst wenig Auswirkungen auf die weltweite LCD-Industrie zeigen, zumal die meisten Hersteller wegen Überkapazitäten schon ihre Produktion herunterschrauben.


Bekannt geworden ist Asahi Glass in Europa unter anderem wegen einer saftigen Geldstrafe im Zusammenhang mit Preisabsprachen und - für die Deutschen noch viel wichtiger - als Lieferant für die fluoreszierenden ETFE-Folien der Münchner Allianz-Arena. Asahi soll bei solchen Äthylen bzw. Ethylen-Tetrafluorethylen-Folien weltweit führend sein.

Laut Daiwa Institute of Research liefert Asahi aus dem größten Werk 4,3 bis 5,3 qm große Glassubstrate (Muttergläser) für 7G- bis 8G-LCD-Panel-Produktionsstraßen. Dem Bericht zufolge wird es noch zwei bis drei Monate dauern, bis die Asahi-Produktion nach dem Brand wieder normal läuft.

Taiwans führende LCD-Panel-Hersteller AUO und CMO sehen von dem Feuer bei Asahi Glass eher Sharp als sich selbst betroffen.

Asahi Glass kam im ersten Quartal 2008 als Lieferant für LCD-Muttergläser auf einen Marktanteil von 24 Prozent. (kh)




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